Häufige gestellte Fragen

Hier finden Sie einige Fragen, die mir Leser per E-Mail geschickt haben.

Übersicht:

Ich bin Flachlandtiroler. Wie gut schaffe ich eine hügelige Tour?
Dolomiten-Radweg für Tourenrad mit Gepäck tauglich?
Alternative zur Kaiser-Route zwischen Erkrath und Schwerte?
Frage zur Maintal-Radtour 2000: Besser flußaufwärts oder flußabwärts?
Frage zur Maintal-Radtour 2000: Sollte man als Radanfänger kürzere Etappen nehmen?
Ist der Maintal-Radweg so flach wie der Donau-Radweg von Passau nach Wien?
Wo beginnt und endet die 100-Schlösser-Route?


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Ich bin Flachlandtiroler. Wie gut schaffe ich eine hügelige Tour?

Antwort (Februar 2015):

Es ist schwierig, Steigungen so mit Worten zu beschreiben, dass ein anderer Radler eine genaue Vorstellung davon bekommt, was ihn erwartet. Da mag das Alter eine Rolle spielen, aber auch Kondition, (Berg-)Erfahrung, die Berggängigkeit der Gangschaltung, das Gewicht des Gepäcks und andere Dinge. Dazu kommt dann noch, dass die Rahmenbedingungen unterschiedlich sein können: z.B. (Gegen-)Wind, Hitze und wie viele Kilometer man vorher schon gefahren ist.

Erfahrene Radler können etwas mit Höhenmetern und Steigungsprozenten anfangen. Für die habe ich auf bei einigen Touren den Link auf den GPS-Track angegeben. Den kann man sich herunterladen und dann auf Steigungen hin analysieren, z.B. mit Garmin BaseCamp, oder auch ganz hübsch mit dem (ebenfalls) kostenslosen Internet-GPS-Viewer von Bernhard Gaul:

http://www.bernhard-gaul.de/gpxviewer/gpxviewer.php

Das setzt allerdings gewisse PC- und Internetkenntnisse voraus.

Dolomiten-Radweg für Tourenrad mit Gepäck tauglich?

Wir möchten in diesem Sommer mit dem Tourenrad und Gepäck von Villach über den Drau- und den Dolomiten-Radweg nach Calalzo di Cadore. Ist dies möglich?

Antwort (Januar 2011):

Nach meiner Erfahrung 2008 ist der Drauradweg auch auf dem Abschnitt Villach -- Toblach Tourenrad-geeignet. Das gilt für den Dolomiten-Radweg zwischen Toblach und dem Cimabanche-Pass nur eingeschränkt. Es geht immerhin ca. 15 km praktisch nur aufwärts, dabei gibt es auch kurze stärkere Steigungen. Auf dem Radweg ist mit Schotter und mit Bachüberquerungen zu rechnen (Gepäck abladen!). Dieser Abschnitt ist daher vor allem mit viel Gepäck eher sportlich und anstrengend und sollte daher nur mit einer gewissen Erfahrung als Reiseradler befahren werden (evtl. kurze Etappe einplanen.) Bitte unbedingt die Fotos in meinem Bericht bzw. den Text beachten. Das spricht eigentlich schon für sich.


Von Cortina bis Calalzo ist die Strecke sehr einfach zu fahren, da immer abwärts, meist gut asphaltiert.

Alternative zur Kaiser-Route zwischen Erkrath und Schwerte?

Wir, eine Gruppe Laufverrückter, (...) wollen von Erkrath nach Berlin laufen / joggen. Geplant sind Tagesetappen von rund 60 km. (...) Die ersten Etappen sind geplant: Erkrath - Schwerte, Schwerte - Soest, Soest - Paderborn, Paderborn - Höxter. Der Radweg Kaiserroute ist aufgrund der damit verbundenen Umwege nicht optimal, daher suchen wir nach einer geschickten Möglichkeit vor allem an Wuppertal vernünftig vorbei zu kommen.

Antwort (November 2002):

Leider kann ich euch keine Alternative zur Kaiserroute nennen. Im hügeligen Teil des bergischen Landes gibt es fast keine Radfernwege. Für die breite Radlermasse sind die kurzen aber heftigen Steigungen ein zu grosses Hindernis. Das heisst nicht, dass man im Bergischen Land nicht prima biken kann. Nur braucht man eine gute Gangschaltung, halbwegs Kondition -- und Pfadfindergeist, man muss sich seine Strecken selbst zusammensuchen.

In eurem Fall dürfte es aufwändig sein, eine geeignete Strecke zusammenzustückeln, da viele Strassen und Wege im Bereich nördlich und südlich von Wuppertal aus topographischen Gründen nicht in nordöstlicher Richtung verlaufen, sondern quer dazu. Dabei wird es nur in geringem Maße möglich sein, Steigungen zu vermeiden.

Die Kaiserroute ist von daher geschickt gewählt. Sie nimmt durch das Bergische Land den Weg durch das Ruhrtal. Die Strecke ist dort meist flach und daher relativ leicht zu fahren. Auch muss man nicht lange nach dem Weg suchen, da man meist dem Flusslauf folgt. Durch die Windungen, die die Ruhr macht, ist die Strecke allerdings etwas länger.

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber die längere, aber dafür flache und leichter zu findende Strecke entlang der Kaiserroute wählen.

Vielleicht kann die eine oder andere Windung der Ruhr abgeschnitten werden. Das müsstet ihr im Einzelfall prüfen. Dafür müsstet ihr aber meist Hügelstrecken in Kauf nehmen.

Einen guten Überblick über das Gelände zwischen Erkrath und Schwerte gibt die ADFC-Radtourenkarte Münsterland/Niederrhein im Maßstab 1:150.000 (Verlag Bielefelder Verlagsanstalt). Hier sind sinnvolle Radfahrstrecken eingezeichnet und Steigungen mit Pfeilen gekennzeichnet. (Es wimmelt nur so davon ...)
 

Frage zur Maintal-Radtour 2000: Besser flußaufwärts oder flußabwärts?

Ist es sinnvoller, den Main aufwärts oder abwärts zu fahren? Hat man Richtung Bayreuth wirklich immer Rückenwind?

Antwort (Juli 2002):

Also, wenn ich viele Kilometer durch schöne Landschaft gefahren bin, möchte ich mir am Ende nicht die schönen Eindrücke durch eine Großstadt versauen. Wenn man den Main komplett abwärts fährt, kommt man am Ende durch Frankfurt und nach Mainz. Das stelle ich mir nicht so klasse vor. Bayreuth ist dagegen wesentlich beschaulicher.

Der Main hat außerdem nur ein geringes Gefälle, so dass man die Steigung gar nicht merkt, wenn man flussaufwarts fährt.

Nur zwischen Kulmbach und Bayreuth kommen dann doch einige erhebliche Steigungen. Schaut man sich aber das Höhenprofil im Bikeline-Radwanderführer "Main-Radweg" an, so sieht man, dass man flussabwärts sogar eine heftigere Steigung überwinden muss (wenn auch kürzer) als umgekehrt.

Ob man immer Rückenwind hat, wenn man flussaufwärts fährt, kann ich nicht sagen (ich hab' die Tour ja erst einmal gemacht). Wir hatten allerdings zum Teil starken Rückenwind und das war sehr angenehm. Allerdings fließt der Main in sehr starken Windungen. Da kann es dann auch schon einmal vorkommen, dass der Wind dann von der Seite oder von vorn kommt.

Also, ich glaub ich würde die Tour wieder flussaufwärts fahren.
 

Frage zur Maintal-Radtour 2000: Sollte man als Radanfänger kürzere Etappen nehmen?

Antwort (Juli 2002):

Schwer zu sagen. Das hängt von Alter, Kondition, Fahrrad (Gangschaltung), Gepäck, Unterbringung etc. ab. Wir sind mit jeweils ca. 20-30 kg Tagesetappen von 60-90 km gefahren. Für den Zeltauf- und abbau geht auch jeden Tag einiges an Zeit verloren. Zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten ist nicht mehr viel Zeit da gewesen.

Wenn man dieselben Etappen nur mit leichtem Gepäck macht und mit Übernachtung in Hotels oder Pensionen, sind die obigen Etappen natürlich deutlich leichter zu schaffen.

Meine Erfahrung mit Radlern, die nicht so häufig fahren ist: Mit max. 50 Kilometern ist man auf der sicheren Seite. Bei hügeligem Gelände (z.B. zwischen Kulmbach und Bayreuth) entsprechend noch weniger. Lieber kleinere Etappen und die Landschaft und Sehenswürdigkeiten genießen als wenn die Tour zur Tortur wird. Wenn man sich unbedingt steigern will, dann sollte man sich nach und nach vorsichtig an seine Grenzen herantasten.
 

Ist der Maintal-Radweg so flach wie der Donau-Radweg von Passau nach Wien?

Antwort (November 2001):

Ich bin Passau-Wien vor ein paar Jahren mit meiner Frau gefahren und als ich sie vorhin fragte, ob die Strecke flach war, antwortete sie: "Ja klar, ich bin ständig im 5. Gang gefahren." (Meine Frau fährt am liebsten 7-Gang-Nabenschaltung.) Es war also wirklich ziemlich flach! Ich selbst kann mich auch an keine größere Steigung erinnern. (Steil kann es nur werden, wenn man das Tal für einen Abstecher verlassen will.)

Der Maintal-Radweg hat zwar auch viele flache Abschnitte, man muss aber hin und wieder mit Steigungen rechnen. (Eine Ausnahme stellt die letzte Etappe bis Bayreuth dar: Hier muss man mit vielen Steigungen rechnen.)

Also, wenn es durchgängig flach sein soll, ist der Maintal-Radweg nicht unbedingt die richtige Wahl. Wer aber bereit ist, ab und zu ein paar Steigungen in Kauf zu nehmen, bekommt viel an Sehenswürdigkeiten geboten.
 

Wo beginnt und endet die 100-Schlösser-Route?

Antwort (März 2001):

Die 100-Schlösser-Route ist keine Strecke von A nach B, sondern ein Radwegenetz. Es deckt das Münsterland und seine angrenzenden Gebiete ab. Das Gebiet dieses Radwegenetzes wird im Westen durch die Grenze zu Holland und im Süden durch die Lippe begrenzt. Im Norden reicht das Münsterland bis Rheine, im Osten fast bis auf die "Höhe" von Osnabrück. 

Hinweis: Wer von weiter her mit der Bahn anreist, dem bietet sich Münster als Start- bzw. Endpunkt an: Es liegt rel. zentral im Münsterland und viele Regional- und Fernzüge halten hier.

Das Radwegenetz umfasst ca. 1250 km (Hauptrouten). Dazu kommen noch einmal ca. 750 km Verbindungsrouten.

Die Hauptrouten sind in der Regel gut ausgebaut und gut ausgeschildert. Bei den Nebenrouten muss man aber bei der Oberflächenbeschaffenheit der Wege und bei der Beschilderung Abstriche in Kauf nehmen. Die Verbindungsrouten sind aber manchmal ganz praktisch, da sie Abkürzungen möglich machen. Die Hauptrouten sind nämlich so gelegt, dass sie durch landschaftlich schöne Gebiete und vorbei an Burgen, Schlössern und Herrenhäusern führen. Davon hat das Münsterland nämlich sehr viele. (Tatsächlich sind es viel mehr als 100.) Daher verlaufen die Hauptrouten nicht geradlinig von einem Ort zum anderen.

Das Münsterland ist nicht vollkommen flach, sondern leicht wellig. An einer Stelle gibt es sogar einige ganz nette Hügel, die sogenannten Baumberge. (Naja, richtige Berge sind es eigentlich nicht.)

Das Münsterland ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, mit vielen Feldern, Weiden und Wiesen. Strassen und Wege sind von Bäumen und Büschen gesäumt, dazwischen gibt es auch immer wieder kleinere Waldgebiete. Die Landschaft hat daher einen parkähnlichen Charakter.
 
 

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