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Sonntag, 9.6.2013
Chur -- Klosters
(ca. 48 km, 826 Höhenmeter)


Von Chur nach Küblis

Am Morgen werden wir zunächst von der Sonne geweckt. Später wird es aber regnerisch. Immerhin können wir noch im Trocken auf einer Bank am Rande der Zeltwiese frühstücken.

Beim Start um 10 Uhr ist es dann zunächst auch noch sonnig und mit 19 Grad noch ausreichend warm zum Radeln. Schon bald zieht es sich aber zu und es regnet leicht. Auf dem meist gut asphaltierten Rheinradweg (Route Nr. 2) kommen wir aber bequem vorwärts.  Vor Landquart zweigen wir ab und treffen auf den gleichnamigen Fluss, der uns bis nach Klosters hinauf mehr oder weniger begleiten wird. Wir befinden uns nun auf der Prättigauer Route (Route Nr. 21).

Mit dem Verlassen des Rheinradwegs beginnt die Strecke leicht anzusteigen und wir nähern uns einer engen Schlucht, die wir tatsächlich auch zwischen spektakulären Felswänden durchfahren. Danach wird das Tal wieder breiter. Jetzt hört endlich auch der Regen auf. Wir fahren meist auf guten Wegen. In Schiers machen wir nach 25 km eine Rast an der Kirche (ca. 11.30 Uhr). Weil sich die Sonne nicht blicken lässt, ist es kühler als beim Start (18 Grad), aber immerhin bleibt es ersteinmal trocken.

Auf der Prättigauer Route (Blick zurück in Richtung Schlucht)
Auf der Prättigauer Route (Blick zurück in Richtung Schlucht).


Auf meist gut asphaltierten Wegen geht es weiter bis Küblis, wo wir gegen 13 Uhr nach ca. 37 km eintreffen und einen weitere kurze Rast einlegen. Wir sind froh, dass wir bis hierhin nur relativ geringe Steigungen hatten. Laut Karte hätten wir vor Küblis einen Umweg über Fideris fahren müssen – und das hätte uns bestimmt steile 100 Höhenmeter gekostet. Inzwischen ist aber der Radweg unten im Tal ausgebaut.


Von Küblis nach Klosters Platz

Eigentlich sind es bis zu unserem heutigen Ziel nur noch etwas mehr als 10 Kilometer. Allerdings haben wir jetzt gut noch einmal so viele Höhenmeter vor uns wie auf der mehr als dreimal so langen Strecke von Chur bis hierher. Das kann nur eines bedeuten: Wir haben noch saftige Anstiege vor uns! Und es geht direkt hinter Küblis los. Hier kommen gleich einige starke Steigungen. Außerdem führt die Strecke hier über holprige Feld- und Waldwege, so dass wir teilweise schieben müssen, um hinauf zu kommen. Auch zwei kleinere Bäche müssen wir durchfahren, den den Weg queren.

Hübscher aber steiler Feldweg hinter Küblis
Hübscher aber steiler Feldweg hinter Küblis.


Als wir die schlimmsten Steigungen geschafft haben, fängt es auch noch zu regnen an. Um uns irgendwo unterstellen zu können, machen wir einen kurzen Abstecher zum Bahnhof von Saas, der nah an unserer Strecke liegt. Wie sich herausstellt, befindet sich in dem hübschen Bahnhofsgebäude aus Holz ein kleines Gasthaus. Also nutzen wir die Zwangspause, um auf der überdachten Terrasse (eigentlich handelt es sich um den Bahnsteig) etwas zu trinken. Sehr weit sind wir seit Küblis noch nicht gekommen. Es ist 13.45 Uhr und wir haben bisher erst ganze drei Kilometer geschafft. Aufgrund der anstrengenden Strecke ist uns die Rast aber ganz recht.

Schon bald hört der Regen wieder auf und wir können unsere Fahrt fortsetzen. Auf meist geschotterten Wegen geht es jetzt teils direkt am Ufer der Landquart entlang. Dieser Abschnitt ist landschaftlich sehr schön – auch weil wir jetzt den schneebedeckten Gipfeln schon beeindruckend nah kommen. Die Steigung hält sich zunächst in Grenzen. Heftig wird dann jedoch der lange, steile Anstieg von Bad Serneus nach Kloster Dorf auf einer Asphaltstraße. Oben machen wir eine kurze Erholungspause und sammeln uns wieder. Dann geht es noch einmal ca. 80 Höhenmeter rauf nach Klosters Platz (ca. 1200 Meter NN).

Radweg in schöner Landschaft zwischen Saas und Serneus
Radweg in schöner Landschaft zwischen Saas und Serneus.


Da es hier wie erwartet keinen Zeltplatz gibt, entscheiden wir uns spontan für eine Ferienwohnung, die in einem Privathhaus, das direkt an der Strecke liegt, gerade frei wird. Das ist praktisch: Unsere Fahrräder können wir in eine Garage stellen und die Ferienwohnung bietet viel Platz. Wahrscheinlich wären wir aber auch woanders untergekommen. In Klosters ist noch Vorsaison und insgesamt wirkt der Ort etwas ausgestorben.

Heute haben wir um ca. 15.30 Uhr nach 48 km unsere erste Etappe geschafft. (Durchschnitt 13,8 km/h; Anstieg: 826 HM. Fahrzeit: rund 3 1/2 Stunden.)

Zentrum vom Klosters-Platz: Hier sind wir den Bergen schon richtig nah!
Zentrum vom Klosters-Platz: Hier sind wir den Bergen schon richtig nah!


Unsere Wohnung muss allerdings erst noch vorbereitet werden. Daher machen wir schon einmal einen Spaziergang ins Zentrum. Zum Kaffeetrinken nehmen wir mangels Alternativen eine Pizzeria, die am Nachmittag noch geöffnet hat. Für das Abendessen müssen wir uns allerdings später etwas anderes suchen. Wir entscheiden uns für das Restaurant des Hotels Cresta (gegenüber dem Rathaus) – eine gute Wahl. Anschließend machen wir noch einen kleinen Rundgang zur Ortsbesichtigung. Auf dem Rückweg kehren wir auf einen Absacker im Gasthaus "Zur Sonne" ein. Hier sitzen wir in einer urigen Stube mit Holzvertäfelung. Allerdings sind wir zu dieser vorgerückten Stunde die einzigen Gäste.

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