8.5. bis 10.5.2013
Eifel-Radtour
Aachen -- Monschau -- Blankenheim -- Remagen
(ca. 230 km)


Der Ahr-Radweg zwischen Musch und Antweiler. Eine Radreise quer durch die nördliche Eifel?

Zugegeben: Vor allem Mountainbiker haben
an den vielen Bergen Spaß. Aber auch Tourenradler können hier auf ihre Kosten kommen. Allerdings sollte man -- vor allem wenn man wie wir mit schwerem Camping-Gepäck reist -- sich das Leben nicht unnötig schwer machen. Der Trick: eine geschickte Kombination möglichst flacher Strecken. Dabei bieten sich der Vennbahn- und der Ahr-Radweg an, die mehr oder weniger auf ehemaligen Bahntrassen verlaufen. Um die beiden Strecken zu verbinden, empfiehlt sich wiederum die Nutzung von Wegen, die häufig entlang von Flüssen und Stauseen verlaufen. In unserem Fall sind dies der Rurufer-Radweg und die Eifel-Höhen-Route. Auf diese Weise kommen sportliche Reiseradler relativ bequem durch das Mittelgebirge. (Vielen Dank an Ralf W. für die Idee zu dieser Tour!)



Die Etappen:

 
1. Etappe: Aachen Konzen Monschau (64 km)
Mittwoch, 8.5.2013

Auf dem gut ausgebauten Vennbahn-Radweg geht es kontinulierlich rauf bis kurz vor Monschau und dann runter ins Rurtal. Zwischenstopps legen wir u.a. in Kornelimünster (sehenswert) und Konzen (Essenspause) ein. Die letzten Kilometer bis ins hübsche Eifel-Städtchen Monschau fahren wir auf dem Rurufer-Radweg weiter. Das macht leider weniger Spaß, denn der ist holprig und (wetterbedingt) schlammig.

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Monschau — das Klein-Venedig der Eifel.


2. Etappe: Monschau – Nettersheim – Blankenheim (ca. 75 km)
Donnerstag, 9.5.2013

Heute folgen wir zunächst weiter dem Rurufer-Radweg, der anfangs -- wie am Vortag -- noch sehr "naturnah" ist. Die Wege werden später aber besser (z.T. auch Straßen). Nach einer Rast am Rurstausee folgen wir  der Eifel-Höhen-Route. Es geht vorbei am Urftstausee und über Nettersheim immer weiter rauf nach Blankenheim. Dort besichtigen wir die Ahrquelle und folgen dann noch ein paar Kilometer dem Ahr-Radweg, bevor wir einen Abstecher hoch nach Freilingen machen. Dort liegt unser Zeltplatz.

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Auf der Eifel-Höhen-Routen vor Nettersheim.

3. Etappe: Blankenheim – Ahrweiler – Remagen (ca. 90 km)
Montag, 10.6.2013

Wir folgen weiter dem Ahr-Radweg, der sich vor allem in der ersten Hälfte mit dem noch kleinen Fluß durch das teils enge Tal windet. Der Weg führt dabei oft durch den Wald bzw. am Waldrand entlang. Es geht merklich abwärts, immer wieder gibt es aber auch kurze, z.T. steile Anstiege. Später wird das Tal breiter, die Bebauung nimmt eher zu, das Gefälle eher ab. Dafür gibt es aber kaum noch Steigungen und wir fahren immer öfter direkt am Ufer des nun größeren Flußes entlang. Hightlight ist der mittelalterliche Ortskern von Ahrweiler. Von der Ahrmündung aus fahren wir noch einige Kilometer den Rheinradweg abwärts bis zum Zeltplatz im Norden von Remagen.

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Die Marienwallfahrtskapelle bei Pützfeld.


Zusammenfassung und Hinweise:

Wie erwartet sind wir relativ bequem durch die Eifel gekommen. Andernfalls wären 230 Kilometer in drei Tagen wohl auch kaum zu schaffen gewesen -- schon gar nicht mit schwerem Reisegepäck. Ganz ohne Schweißperlen ist die Strecke natürlich nicht zu schaffen. Dafür gibt es dann aber jede Menge Ausblicke auf eine herrliche Mittelgebirgslandschaft und viel Natur.

Aufgefallen sind die folgenden Punkte:
  • Vennbahn-Radweg: Sehr gute Verbindung zwischen Aachen und Monschau -- es geht zwar ständig aufwärts, aber angenehm kontinuierlich. Sehr gut ausgebaut.
  • Rurufer-Radweg: (zumindest im Bereich von Monschau) nur bedingt radreise-tauglich, aufgrund der unbefestigten und holprigen Oberflächen (breite Reifen hilfreich).
  • Eifel-Höhe-Route: Als Verbindungsstrecke zwischen Rurstausee und Blankenheim gut geeignet. Gut ausgebaut. Etliche längere Steigungen vorhandenen.
  • Ahr-Radweg: Geht zwar von Blankenheim aus insgesamt abwärts. Vor allem in der ersten Hälfte gibt es aber immer wieder kurze Steigungen (Strecke verläuft nur teilweise auf ehemaliger Bahntrasse). Außerdem führt der Abschnitt zwischen Fuchshofen und Schuld über rund fünf Kilometer ohne Radweg komplett auf der Landstraße (nicht familientauglich!).
Auf allen vier Strecken muss man mit lückenhafter Beschilderung rechnen. Die Nutzung eines GPS-Tracks ist daher sehr hilfreich!
Karte und Tracks:

Eine Streckenübersicht und die GPS-Tracks gibt es hier in GPSies.


Vielen Dank an Frank H. für die Bereitstellung der Tour-Daten!


 
Lob und Tadel an den Verfasser

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