13.8. bis 20.8.2013
Elbe-Radtour, Magdeburg -- Dresden/Bad Schandau
(ca. 370 km)


Einer von mehreren gut erhaltenen Raddampfern auf der Elbe.
Elbe flußaufwärts radeln? Ja!
Bei der Planung haben wir uns (entgegen dem Standard) für die Fahrtrichtung Magdeburg--Dresden entschieden, weil wir ursprünglich hofften, so dem vorherrschenden Gegenwind aus Westen zu entgehen. (Die Steigung elbaufwärts ist vernachlässigbar gering.) Mit dem Wind kam es dann zwar anders. Trotzdem sind wir froh diese Richtung gewählt zu haben: Sowohl die Wege (Qualität, Ufernähe) als auch die Orte und Sehendwürdigkeiten werden immer besser. Allein Dresden ist schon ein Highlight für sich. Die umgekehrte Richtung dürfte da eher enttäuschend sein.



Die Etappen:

 
1. Etappe: Magdeburg – Pretzien Barby (53 km)
Dienstag, 13.8.2013

Die erste Etappe bietet viel Natur, aber auch häufig holprige Wege: Kopfstein- und Verbundpflaster sowie Betonplatten. Dabei gibt es immer wieder schmale Fahrspuren mit Gras dazwischen (vor allem auf den Deichen). Und von der Elbe bekommen wir nicht viel zu sehen. Gut hat uns der Abschnitt vor Pretzien gefallen.

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Schöner Radweg vor Pretzien.


2. Etappe: Barby - Steckby - Dessau (38 km)
Mittwoch, 14.8.2013

Kurz nach dem Verlassen von Barby steht die erste Elbüberquerung per Fähre an. Wir kommen zunächst gut vorwärts. Vor Steckby fahren wir aber zehn Kilometer auf einer nervigen Schotterstrecke durch den Wald. Bis Brambach rollt es sich dagegen gut auf asphaltierten Straßen (wenig Autoverkehr). Nach einer weiteren Fährfahrt geht es bis Dessau am Elbufer entlang. Hier ist der Weg stellenweise vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden.

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Das Rathaus von Dessau.

3. Etappe: Dessau – Wörlitz Wittenberg (42 km)
Donnerstag, 15.8.2013

Hochwasserschäden zwingen uns zu einer Umleitung (teils Landstraße!). Erst in Vockerode stoßen wir auf den Elberadweg, der uns durch schöne Elbauen nach Wörlitz bringt. Nach einem Besuch des "Gartenreichs" rollen wir auf gut ausgebauten Deichwegen weiter ins schöne Wittenberg.

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Schloss Wörlitz.


4. Etappe: Wittenberg – Elster Torgau (70 km) 
Freitag, 16.8.2013

Zunächst radeln wir schön durch die Elbauen. Ab Elster geht es auf wenig befahrenen Kreisstraßen weiter bis Pretzsch (Fähre). Auf ruhigen Wegen radeln wir an den Lausiger Seen vorbei und leicht hügelig nach Dommitzsch. Dann geht es entlang der Deiche weiter bis Torgau.

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Alte Windmühle am Elberadweg kurz vor Elster.


5. Etappe: Torgau – Strehla – Riesa (55 km)
Samstag, 17.8.2013

Von der Elbe bekommen wir außer beim Start in Torgau nur bei Belgern und dann ab Strehla wieder etwas zu sehen. Dazwischen fahren wir übers Land und kommen dabei durch ein Dörfchen nach dem anderen. In Strehla machen wir einen Abstecher rauf zum imposanten Schloss.

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Die Elbe bei Torgau.


6. Etappe: Riesa – Meissen (30 km)
Sonntag, 18.8.2013

Heute fahren wir öfter am Flussufer entlang. Dabei ändert sich die Landschaft: Auf beiden Seiten erheben sich immer mehr Hügel. Die Strecke bleibt aber flach. Für die Besichtigung von Meissen nehmen wir uns viel Zeit.


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Der Burgberg von Meissen mit Dom und Schloss Albrechtsburg.


7. Etappe: Meissen – Radebeul – Dresden (28 km)
Montag, 19.8.2013

Meist am Flussufer entlang kommen wir nach Radebeul. Dort machen wir einen kleinen Abstecher in den hübschen Ort Altkötzschenbroda. Am Rande von Dresden durchqueren wir zunächst ein Industriegebiet, stoßen bei Mickten aber wieder auf das Elbufer, dem wir ohne Autoverkehr bis ins Zentrum folgen.
 

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Die wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche.


Ausflug Bad Schandau – Pirna – Dresden (54 km)
Dienstag, 20.8.2013

Per Zug geht es nach Bad Schandau. Dann fahren wir meist ufernah und auf guten Wegen durch das teils enge Tal die Elbe abwärts. Bei Königstein wechseln wir per Fähre ans andere Ufer und kommen am Elbsandsteingebirge vorbei. Bis hier gibt es einige Steigungen und Gefälle. Bald wird es aber immer flacher. Auf dem weiteren Weg zurück nach Dresden besuchen wir noch Pirna und Schloss Pillnitz.

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Schloss Pillnitz von der Parkseite aus gesehen.


Zusammenfassung und Streckenübersicht

Rund 370 abwechslungs- und erlebnisreiche Kilometer auf dem Elberadweg. Das Spektrum reicht von Natur pur (vor allem in der ersten Hälfte) bis Kultur satt (vor allem Meißen und Dresden). Alles in Allem eine lohnenswerte Tour. In der ersten Hälfte gibt es allerdings häufiger auch mal holprige Schotter- und Pflasterstrecken und der Weg führt nur selten direkt am Ufer entlang.

Verwendetes Kartenmaterial: Bikeline (Verlag Esterbauer): "Elbe-Radweg" (Teil 1), inkl. GPS-Track (zum Herunterladen); 1:75.000.

Hinweis: Im Bikeline sind die Karten in Reiserichtung flussabwärts angeordnet. Wer umgekehrt fährt, muss sich erst daran gewöhnen, von hinten nach vorne zu blättern.
Streckenübersicht

 
Lob und Tadel an den Verfasser

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