Von Düsseldorf nach Hattingen -- von Kaisern und Kohlen (30.9.2007), ca. 54 km

Touren-Überblick

Die Hattinger Altstadt ist ein schönes Radtouren-Ziel (siehe auch Ruhrtal-Radtour 2006). Von Düsseldorf aus braucht man allerdings eher sportliche Ambitionen, da einige Hügel im Weg liegen (unter anderem auch die Elfringhauser Schweiz). Es bietet sich also an, diese Tour im Herbst zu fahren. Dann wird es nicht zu schweißtreibend. Man kann sich die Arbeit allerdings etwas erleichtern, indem man von Sprockhövel bis nach Hattingen die ehemalige Bahntrasse der so genannten Kohlenbahn nutzt. Diese ist mittlerweile zum Radweg ausgebaut.
 

Auf der Kaiserroute nach Neviges

Bei zeitweise sonnigem Wetter und Temperaturen bis knapp 20 Grad geht es von Gerresheim aus durchs Neanderthal und dann auf der Kaiser-Route bis Neviges (über die hübschen kleinen Orte Schöller und Düssel und vorbei an der Aprather Mühle).


Bei Aprath stößt man unerwartet etwas abseits von der Strecke auf dieses Denkmal aus der Kaiserzeit (?) mitten auf einer erhöht gelegenen grünen Wiese.
 

Von Neviges nach Hattingen

Bei Neviges verlassen wir die Kaiserroute und es geht weiter über R14 auf Landstraßen (teilweise Radweg) bis Sprockhövel. Auf diesem Abschnitt haben wir auch den höchsten Berg zu erklimmen (knapp 300 m über NN, lange Steigung, aber nicht zu steil). Zur Belohnung haben wir oben dann aber auch einen schönen Blick auf die Elfringhauser Schweiz und eine schöne Abfahrt in Serpentinen.

Ab Sprockhövel geht es vom ehemaligen Bahnhof Schee aus für rund 10 km weiter auf der alten Bahntrasse der Kohlenbahn  -- leicht abschüssig bis zum Südrand von Hattingen.


Das ehemalige Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Schee. Hinweis: Das Bahnhofsgebäude liegt etwas abseits vom Einstieg in den Radweg an einer Straße.
 

Auf der Trasse gleitet man teils durch hügelige Feld- und Wiesenlandschaften, teils geht es aber auch durch eine Schlucht oder auf einem Damm. Etwas lästig sind nur die Drängelgitter, wenn eine Straße gekreuzt werden muss.


Einstieg in den Bahntrassenradweg nach Hattingen (links) in der Nähe des Bahnhofs Schee.
 

So könnte es eigentlich bis zur Hattinger Altstadt weitergehen. Tut es aber leider nicht! Der ausgebaute Bahntrassen-Radweg endet leider viel zu schnell und etwas abrupt am Südrand von Hattingen. Mit einem kurzen Gefälle endet die Trasse. Weiter geht es auf einer Straße einen Hügel durch eine Wohnsiedlung hinauf. Dafür können wir uns anschließend auch gleich wieder quasi runter bis in die Altstadt rollen lassen.
 
 
Hintergrundinfos:

Die Bahnstrecke der Kohlenbahn wurde zwischen 1884 und 1979 genutzt. Der Radweg wurde schrittweise zwischen 1989 und 1991 eröffnet. 2008 soll die Strecke in Hattingen durch die Einbeziehung des Schulenbergtunnels bis zum Leinpfad entlang der Ruhr verlängert werden (weitere Infos: siehe www.bahntrassenradeln.de).
 


 

(Alt-)Stadtrundgang in Hattingen

Unser erstes Ziel in Hattingen ist der Kirchplatz der St.-Georgs-Kirche im Herzen der Altstadt.


St.-Georgs-Kirche: Die Kirche steht in der Mitte des Platzes und ist von hübschen alten Häusern umgeben.
 


Blick auf den Kirchplatz neben der St.-Georgs-Kirche
 

Nach diesem kleinen Rundgang durch Hattingen setzen wir uns unweit vom Kirchplatz vor das Cafe am alten Rathaus und essen Waffeln. Die haben wir uns auf der Hügelstrecke auch redlich verdient!


Moderne Fahrradtechnik trifft auf geschichtsträchtiges Gemäuer
 

Beim Verlassen der Hattinger Altstadt werfen wir noch einen Blick auf das alte Rathaus und das kuriose Bügeleisenhaus.


Altes Rathaus mit der St.-Georgs-Kirche im Hintergrund
 


Das Bügeleisenhaus
 

Danach geht es zum S-Bahnhof unweit der Altstadt. Mit der S3 geht es zunächst nach Essen und mit dem RE dann zurück nach Düsseldorf.
 

Fazit: Schöne Tagestour mit einigen zum Teil langen aber nicht zu steilen Steigungen.

Tipp: Zwei weitere Bahntrassen-Radwege stellt der Radtouren-Bericht Bergisches Bahntrassen-Duett vor.
 

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Lob und Tadel an den Verfasser