Auf den Spuren der Niederbergbahn
Von Gerresheim über Heiligenhaus/Hösel (ehemalige Bahntrasse) und wieder zurück (1.5.2008), ca. 45 km

Von Gerresheim aus geht es zunächst unsere übliche Strecke vorbei an Homberg und durchs Angertal nach Heiligenhaus -- ein fröhliches Auf und Ab durch die herrliche Hügellandschaft. Der heutige "Tag der Arbeit" bekommt dadurch eine ganz neue Bedeutung ...


Felder bei Homberg
 

In Heiligenhaus entdecken wir (laut Rad-Karte) einen Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse in nordwestliche Richtung vom Zentrum (fast) bis Kettwig. Am Einstieg in die Bahntrasse an der Kettwiger Straße macht der Weg einen etwas verwaisten Eindruck. Aber es interessiert uns, wie es weitergeht und wo wir rauskommen.

Der Weg ist etwas holprig, aber mit unseren geländegängigen Rädern kein Problem. Etwas später stoßen wir auf eine längere Brücke. Allerdings wird scheinbar noch an der Brücke gearbeitet, um sie instand zu setzen. Daher ist sie wohl noch nicht offiziell freigegeben. Die Absperrungen sind aber auf beiden Seiten geöffnet, daher setzen wir unsere Fahrt fort.

Toll dass die Brücke noch erhalten ist, sonst hätten wir runter ins Tal gemusst und wieder rauf. Aber es kommt noch besser: Kurz hinter der Brücke steht sogar noch ein kleines -- recht gut erhaltenes Bahnhäuschen der Station Isenbügel.


Station Isenbügel
 

Praktisch: Hinter der Brücke befindet sich ein nicht zu steiler Abzweig ins Tal, so dass wir noch einen Blick von unten auf einen Teil des Viadukts werfen können.


Teil des erhaltenen Bahn-Viadukts von unten gesehen
 

Die Strecke ist hier teilweise holprig und z.T. grob geschottert. Vorteil: Es gibt keine lästigen Skater ...


Die Bahntrasse verläuft z.T. schnurgerade auf einem Damm durchs Grüne
 

Etwas später machen wir eine Rast an einer Bank. Von dort aus haben wir einen schönen Blick ins angrenzende Tal.


Blick in die Landschaft von der Bahntrasse aus
 

Nach der Stärkung und einem kleinen Regenschauer setzen wir unsere Fahrt fort. Jetzt verläuft die Trasse in einer Art Schlucht, die ab und zu von einer Brücke überquert wird.


Hübsche Brücke über die Bahntrasse
 

Kurz vor dem Ende der Trasse erwartet uns noch eine Überraschung. Wir kommen an einer echten Grotte vorbei! Direkt am Wegesrand liegt die so genannte Ludgerus-Grotte. Es handelt sich wohl eher um einen kleinen Wunsch-Brunnen, wo die Leute Münzen reinwerfen ...


Die Ludgerus-Grotte
 

Leider endet die Trasse kurz dahinter am Görscheider Weg im Norden Hösels. Trotzdem: Eine unerwartet interessante Strecke (ca. gut 5 km).

Unsere Rückfahrt führt uns über Hösel und Homberg wieder zurück nach Gerresheim.


Rapsfeld bei Homberg
 

Zuhause finde ich dann unter www.bahntrassenradeln.de noch die folgenden Informationen über die entdeckte Bahnlinie:

Es handelt sich um die Niederbergbahn, die ursprünglich von Velbert kommend über Heiligenhaus nach Kettwig-Stausee führte. Die Strecke wurde erst 1926 eröffnet und bereits 1960 wieder stillgelegt. Erfreulich ist, dass der Ausbau zum offiziellen Radweg als "Aufzug nach Heiligenhaus" in Planung ist. Das (von uns nicht gefahrene) Stück zwischen Kettwiger Straße und Heiligenhaus Bahnhof soll sogar in diesem Jahr noch ausgebaut werden. Die Trasse zwischen Heiligenhaus und Kettwig Staussee ist insgesamt ca. 7 km lang.
 

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Lob und Tadel an den Verfasser