Main-Radtour, 22. - 29.8.2004 (Bamberg - Aschaffenburg, ca. 330 km)

Das Maintal habe ich selbst ja schon einmal vor vier Jahren kennengelernt. Allerdings unter anderen "Vorzeichen". Damals bin ich mit den "Jungs" den Main aufwärts geradelt (Aschaffenburg - Bayreuth). Außerdem haben wir im Zelt übernachtet.

Dieses Jahr wollte meine Frau auch einmal den Main kennenlernen und so haben wir eine entsprechende Radtour bei Velociped gebucht, d. h. mit Übernachtung in vorgebuchten Hotels und Gepäcktransport.
 

Streckenübersicht

‹bersichtskarte Main
 

Die Etappen (insgesamt ca. 330 km):


Routenkritik und Fazit

Die Strecke

Eine unkomplizierte Strecke mit vielen sehenswerten Orten, von denen ich im Vergleich zur Tour vor vier Jahren angenehm überrascht bin. Die Ausschilderung ist nahezu perfekt, die Wege sind mittlerweile fast überall breit und asphaltiert, aber weitgehend autofrei. Nur auf der letzten Etappe befinden sich einige kurze unbefestigte Abschnitte. Die Abweichungen der tatsächlichen Strecke von der Karte sind auf den von uns gefahrenen Streckenabschnitten gering. In der Regel sind solche Abweichungen auf Detailoptimierungen der Strecke zurückzuführen (weniger Straßen, dichter am Fluß).

Die Strecke ist zwar eher flach, aber nicht topfeben, auch mainabwärts gibt es immer wieder kurze leichte Steigungen. Wer flussabwärts fährt, kommt sowieso in den Genuss eines leichten Gefälles (insgesamt allerdings nur gut 100 Höhenmeter). Allerdings muss man dann auf den entsprechenden Streckenabschnitten mit Gegenwind rechnen. Bei der diesjährigen fast schon herbstlichen Wetterlage Ende August war das deutlich zu spüren. Es macht also durchaus Sinn, die Strecke flussaufwärts zu fahren.

Landschaftlich hat das Maintal zwischen Bamberg und Aschaffenburg auch einiges zu bieten, aber wer Natur pur sucht, wird enttäuscht: Erstens liegen die Ortschaften am Main entlang oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt auseinander und besonders im Bereich der Städte fährt man häufig an Industrie- und Gewerbegebieten vorbei. Im Vergleich zur Situation vor vier Jahren scheinen sich diese auch noch weiter auszubreiten. Zweitens verläuft der Radweg häufig entlang von Land-/Staats- und Bundesstraßen. Auch wenn der Radweg baulich vom Verkehr getrennt ist und daher kein Sicherheitsproblem existiert, bekommt man Verkehrslärm und Abgase mit. Dies ist mir im Vergleich zur Tour vor vier Jahren zeitweise unangenehm bewußt geworden.

Um nicht missverstanden zu verwenden: Trotz der genannten Kritikpunkte ist die Maintal-Radtour empfehlenswert!

Die Besichtigung der vielen kleinen Orte hat uns viel Spaß gemacht und auch kulinarisch sind wir voll auf unsere Kosten gekommen.
 

Der Radreiseveranstalter

Mit Velociped sind wir weitgehend zufrieden. Die vorgebuchten Hotels sind sehr gut ausgewählt. Der Gepäcktransport klappt gut. Bis auf das Hotel in Wertheim/Bestenheid ist auch die Lage sehr gut, d.h. zentral gelegen. Die Fahrradübergabe hat diesmal leider nicht so gut geklappt. Zu bemängeln sind die etwas schäbigen Fahrradtaschen (ältere Vaude-Modelle). Das Anbringen und noch mehr das Abnehmen der Taschen vom Gepackträger ist fummelig. Auch die Kartenhalterung ist keine gute Lösung (eine Lenkertasche gibt es nicht). Obwohl neu, platzt die enge Plastiktasche schon nach ein paar Tagen aufgrund des dicken Bikeline-Führers regelrecht aus den Nähten. Eine vernünftige Anbringung am Lenker ist nur im Hochformat möglich, was je nach Kartenausrichtung das Kartenlesen nicht gerade vereinfacht.

Positiv zu erwähnen ist der aktuelle Bikeline-Radwanderführer (Ausgabe 2004!) und das informative Begleitheft. Die Kilometerangaben zu den einzelnen Etappen liegen allerdings bis zu 10 Kilometer daneben! Außerdem stimmt die Anfahrtsbeschreibung zum Hotel in Bestenheid nicht mehr, da sich die Streckenführung der Route inzwischen geändert hat.

Mit den Fahrrädern waren wir wieder sehr zufrieden. Die Fahrräder sind leicht und mit zuverlässigen Komponenten ausgestattet (Shimano-Nexave: 21-Gang-Ketten- bzw. 7-Gang-Nabenschaltung).
 

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Lob und Tadel an den Verfasser