5.6. bis 15.6.2014
Ostseeküstenradweg, Lübeck -- Stralsund
(ca. 290 km)


Die Ostseeküste bei Boltenhagen. Ostseeküste als Bummeltour
Schon seit längerem hatten wir mit dem Ostseeküstenradweg  Lübeck-Stralsund geliebäugelt (als organisierte Radtour). Bisher war dieses Projekt immer daran gescheitert, dass bereits die erste Etappe auf 70 — teils hügelige — Kilometer kommt. Inzwischen bietet die „Mecklenburger Radtour“ aber auch eine Bummeltour mit kürzeren Etappen an. Damit war der Weg frei.



Die Etappen:

 
1. Etappe: Lübeck – Boltenhagen (53 km)
Freitag

Nachdem wir gestern die sehenswerte Altstadt von Lübeck besichtigt und unsere Leihfahrräder in Empfang genommen haben, steht heute die erste Etappe an. Die Strecke aus der Stadt raus führt am Anfang noch entlang von stärker befahrenen Straßen (Radwege vorhanden). In Travemünde begrüßt uns dann die Ostsee mit einem unerwartet schönen Strand. Auch sonst wird nun die Landschaft immer reizvoller. Allerdings gibt es zunächst unbefestigte, später dann aber gut asphaltierte Wege. Außerdem wird die Strecke zunehmend hügelig. Dafür gibt es dann immer häufiger schöne Ausblicke auf die Ostsee.

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Lübeck: Blick vom Turm der Petrikirche


2. Etappe: Boltenhagen - Wismar (29 km)
Samstag

Heute ist die Strecke meist asphaltiert. Am Anfang fahren wir häufiger parallel zu Landstraßen, später dann viel auf verkehrsarmen kleinen Straßen. Dabei ist die Strecke beim Verlassen von Boltenhagen hügelig und auch im Bereich Beckerwitz gibt es einige Hügel. Nach Wismar rein verläuft die Route über gute, verkehrsarme Wege.

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Der Wasserkunst-Pavillon am Marktplatz von Wismar.

3. Etappe: Wismar – Kühlungsborn (48 km)
Sonntag

Heute fahren wir überwiegend parallel zu Landstraßen, aber auf guten, abgesetzten Radwegen, auf denen es sich angenehm radeln lässt. Meist geht es landschaftlich hübsch, leicht hügelig an Feldern vorbei, teils mit Blick auf die Ostsee. Rast machen wir an der Windmühle von Stove und im Hafen von Rerik. Hinter Rerik müssen wir eine längere Steigung bewältigen. Nach Kühlungsborn geht es dafür ordentlich wieder runter.

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Schöne Radwege vor Pepelow.


4. Etappe: Kühlungsborn – Warnemünde (24 km) 
Montag

Die heutige Etappe ist recht unspektakulär: flach, aber nur hinter Warnemünde und im Bereich Heiligendamm gut asphaltiert. Sonst gibt es meist wassergebundene Wege, z. T. auch recht schmal, und viel Waldwege (teils holprig und  etwas matschig). In Warnemünde empfängt uns dafür quirliges Strand- und Hafentreiben.

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Die Wahrzeichen von Warnemünde: "Teepott" und Leuchtturm.


Ausflug nach Rostock
Dienstag

Heute lassen wir die Fahrräder stehen und fahren gemütlich mit dem Schiff ins Zentrum von Rostock (Große Hafenrundfahrt, ca. 50 Minuten pro Strecke, insgesamt 14 Euro pro Person). Von der Anlegestelle in Rostock erreichen wir die Fußgängerzone bequem in wenigen Gehminuten. Sehenswert sind u.a. die gut erhaltenen Häuser am Marktplatz und noch vorhandene Teile der Stadtbefestigung.
Am Marktplatz von Rostock.


5. Etappe: Warnemünde – Ahrenshoop (40 km)
Mittwoch

Heute haben wir leider eine Regenetappe. Das ist ungünstig, denn bis auf den Abschnitt Neuhaus-Wustrow (top asphaltierter Weg auf dem Deich) radeln wir hauptsächlich
auf (wetterbedingt) matschigen Waldwegen und einfachen wassergebundene Wegen. Aber wenigstens ist die Strecke flach. Rast machen wir in Graal-Müritz und Wustrow. Auf Besichtigungen verzichten wir wegen des Regens aber. In Ahrenshoop empfängt uns eine bezaubernde Boddenlandschaft. Aber auch das Meer ist nicht weit weg.

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Abendstimmung am Strand von Ahrenshoop.


6. Etappe: Ahrenshoop – Zingst (34 km)
Donnerstag

Heute führt uns die Route durch Boddenlandschaften und durch hübsche Ferienorte. Bis Wieck haben wir häufig unbefestige Wege außerhalb der Orte (zwischen Born und Wieck auch sehr schmal). Ab Wieck haben wir aber überwiegend sehr gute Wege. Vor allem die Strecke zwischen Prerow und Zingst auf dem Deich fährt sich super (besonders mit Rückenwind ...). Es lohnt sich aber, die Fahrt immer wieder mal zu unterbrechen, um einen Blick auf den schönen, kilometerlangen Strand zu werfen.
 

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Hübsches Haus am Ostseeküstenradweg in Born.


7. Etappe: Zingst – Stralsund (60 km)
Freitag

Unsere letzte Etappe ist auch die längste. Das ist aber kein Problem, weil die Route überwiegend gut asphaltiert und meist flach ist (nur im Bereich von Parow und vor Stralsund etwas hügelig). Außer Barth gibt es kaum etwas zu besichtigen, weil es die meiste Zeit durch dünn besiedelte Landschaft geht. Wir genießen die schöne Küstenlandschaft so lange wie möglich. Stralsund empfängt uns schließlich am Hafen mit quirligem Treiben.
 

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Leicht hügelige aber gut asphaltierte Strecke bei Glöwitz.


Stadtbesichtigung Stralsund
Samstag

Heute stehen noch auf dem Programm: Eine spannende Stadtführung
(Treffpunkt: Tourist Info am Alten Markt) und ein lehrreicher Besuch im Meereskundemuseum "Ozeaneum" (16 Euro pro Person). Am Abend beschließen wir unsere Radreise dann stilvoll mit einem Abendessen im historischen Scheele-Haus (Fährstraße).
Stralsund: Nikolai-Kirche und Rathaus


Zusammenfassung und Streckenübersicht

Mit dem Ostseeküstenradweg haben wir uns in neue Gefilde vorgewagt und dabei viel Natur und interessante Städte kennengelernt. Die Strecke zwischen Lübeck und Stralsund ist dabei sehr abwechslungsreich.
Übersicht Ostseeküstenradweg

Allen Etappen ist gemeinsam, dass wir mit nur sehr wenig Autoverkehr in Berührung gekommen sind. Ansonsten ist es schwierig die Strecke zu charakterisieren: Es gibt hügelige und sehr flache Abschnitte. Die Wege gehen entlang der Küste, entlang der Bodden, aber häufig auch durch das Landesinnere. Wir wurden von Wiesen und Feldern begleitet, aber es geht auch manchmal kilometerweit durch Waldgebiete. Als Etappenziele haben sich größere Städte mit kleinen Ostseebädern abgewechselt. Vor allem in den geschichtsträchtigen Hansestädten gibt es dabei viel zu erkunden. Die meist kurzen Etappen der Bummeltour haben sichergestellt, dass wir dazu auch genug Zeit hatten.

Verwendetes Kartenmaterial: Bikeline (Verlag Esterbauer):
"Ostseeküsten-Radweg" (Teil 2); 1:75.000.
 
Lob und Tadel an den Verfasser

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