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Samstag, 10.5.2008: Kettwig - Moers-Repelen (ca. 45 km)

Um ca. 10 Uhr starten wir, um am Derendorfer S-Bahnhof die S6 nach Kettwig zu nehmen. Wir steigen in Kettwig Stausee aus. Hier befindet sich der eigentliche Startpunkt unserer Wochenend-Radtour. Vorher ist allerdings Plackerei angesagt: Um vom Bahnsteig zur Straße zu gelangen, müssen wir die Fahrräder eine lange, steile Treppe hinunter tragen.
 

Von Kettwig bis zur Ruhrmündung (knapp 30 Kilometer)

Zunächst geht es noch ein Stück durch den kleinen Ort mit vielen hübschen Fachwerkhäusern, der eigentlich zum Verweilen einlädt. Wir wollen aber erst mal ein paar Kilometer radeln. Deswegen verzichten wir auch auf einen Blick auf Schloss Huegenpoet, für das ein kleiner Abstecher notwendig gewesen wäre.

Schon bald haben wir den Ort durchquert und es öffnet sich uns ein herrlicher Blick auf die Ruhrauen, durch die der Weg zunächst schnurgeradeaus bis nach Mintard verläuft.


Der Ruhrtalradweg zwischen Kettwig und Mintard
 

In der Ferne im Wald auf einem Hügel ist Schloss Landsberg zu sehen. Es ist überraschend schön hier. Alles ist wunderbar grün und es gibt idyllische Pferdeweiden.

Der Weg ist insgesamt ziemlich flach. Bei Mintard gibt es eine kleine Steigung. Später kommt auch die eine oder andere Brückenauffahrt, aber alles ist auch mit 7-Gang-Schaltung machbar.

Vor Mühlheim nähern wir uns erstmals der Ruhr auf Sichtweite. Allerdings nur für kurze Zeit, denn der Weg führt uns hinter einem Park erst einmal über eine lange Fußgängerbrücke aufwärts zu einem schönen, ruhigen Weg am Hang entlang (Fossilienweg). Wir sind dankbar für den Schatten, den uns die Bäume spenden.

So geht geht es weiter bis zu einem großen Spielplatz. Ab hier ist der offizielle Weg allerdings gesperrt, da heute auf bzw. um Schloss Broich ein "mittelalterliches Pfingst-Spektakulum" stattfindet. Darauf waren wir allerdings vorbereitet, denn auf der Homepage des Ruhrtal-Radwegs war diese Sperrung bereits angekündigt. Sicherheitshalber hatte ich mir die Umleitungsempfehlung ausgedruckt und eingesteckt. Dies wäre aber nicht nötig gewesen, denn die Ausschilderung der Umleitung ist vorbildlich!

Die Umleitung führt uns zunächst wieder zum Ruhrufer hinunter (Radweg). Von hier aus machen wir einen Abstecher zu Schloss Broich. Da die Veranstaltung erst um 13 Uhr öffnet und wir keine Lust haben, eine Stunde zu warten, setzen wir unsere Fahrt aber fort.


Schloss Broich in Mühlheim
 

Vom Schloss aus geht es über eine Brücke in den MüGa-Park, der auch zum Verweilen einlädt. Da wir aber noch ein paar Kilometer vor uns haben, muss ein kurzer Halt für ein paar Fotos ausreichen.
 


Im MüGa-Park
 

Wir verlassen den eigentlichen Park, fahren einige hundert Meter durch eine parkähnliche Landschaft und unterqueren die Bundesstraße, die hier die Ruhr überquert. Auf einmal geht es in engen Kurven einen "Berg" hoch. Wir "landen" oben auf dem Ruhrdamm. Dieser führt uns nach ca. einem Kilometer auf eine separate Brücke über die Ruhr nach Oberhausen-Styrum, extra für Fußgänger bzw. Radfahrer. Schön gemacht!


Fußgängerbrücke über die Ruhr zwischen Mühlheim und Styrum
 


Blick von der Brücke auf die Ruhr
 

Auf der anderen Seite geht es ein Stück durch die Ruhrauen. Wenig später bietet sich eine Möglichkeit für eine erste größere Rast: Vor einem ehemaligen Wasserturm (jetzt Museum) gibt es einen Imbißwagen mit Sitzgelegenheit davor direkt an der Strecke.

Wer es etwas gemütlicher haben will, sollte allerdings besser noch ein paar hundert Meter weiter fahren. Das Restaurant des Schlosses Styrum hat einen schönen Biergarten im Park. Von dort hat man den Wasserturm auch im Blick.


Schloss Styrum
 


Blick vom Restaurant-Garten auf den Wasserturm
 

Beim Verlassen von Styrum geht es zunächst über Strassen, teilweise neben der Autobahn, aber immer mit Radweg. Später geht es dann wieder schön am Ufer entlang bzw. durch die Auen.


Schöner Uferradweg bei Oberhausen-Alstaden
 

Landschaftlich haben wir jetzt allerdings die schönsten Abschnitte hinter uns, denn wir nähern uns jetzt dem Duisburger Hafen.


Blick auf den Duisburger Hafenkanal
 

Aber auch hier ist die Streckenführung ganz gut gewählt. Die meiste Zeit fahren wir auf einer langezogenen, schmalen "Insel" im Hafen. Am Ende überqueren wir die Ruhr über eine Schleusenbrücke.


Blick auf die Ruhr von der Schleusenbrücke aus
 

Wir begleiten die Ruhr auf ihren letzten Kilometern  zuerst entlang einer Straße (Radweg) dann wieder auf einem verkehrsfreien Weg direkt am Wasser. Schließlich erreichen wir die Ruhrmündung.


Blick auf die Ruhrmündung
 

Bei der Ruhrmündung sind am Wegesrand diverse Bänke aufgestellt. Wir nutzen diese Gelegenheit, um bei einem Müsli-Riegel die Blicke über die Ruhrmündung und auf Väterchen Rhein schweifen zu lassen. Der Ruhrradweg ist hier zu Ende. Schade eigentlich. Die Strecke von Kettwig bis hier hat uns viel Spaß gemacht -- auch wenn unsere Räder aufgrund der tagelangen Trockenheit inzwischen dick eingestaubt sind.

Der komplette Ruhrtalradweg ist übrigens ca. 230 Kilometer lang und beginnt bei Winterberg im Sauerland. Mehr Infos gibt es auf der eigens für diesen Radweg eingerichteten Web-Site unter:
www.ruhrtalradweg.de

Hinweis zur Radwegqualität: Im Gegensatz zum sonstigen Ruhrtalradweg sind die Wege zwischen Kettwig und Duisburg eher selten asphaltiert, sondern vor allem in den Ruhrauen meist geschottert bzw. fein gekiest (es empfiehlt sich daher Trekking-Bereifung).

Insgesamt sind wir überraschend über den relativ geringen Verkehr auf den Radwegen trotz des Pfingswochenendes und des tollen Wetters. Da haben wir vor zwei Jahren auf dem Abschnitt zwischen Hagen und Kettwig ganz andere Erfahrungen gemacht. (Liegt evtl. auch daran, dass wegen des schlechten Untergrunds keine Skater etc. unterwegs sind.)
 

Von der Ruhrmündung nach Moers

Von der Ruhrmündung aus geht es zunächst ein kurzes Stück auf dem Rheinradweg flussaufwärts. Dann überqueren wir den Rhein mit Hilfe einer Autobahnbrücke, die freundlicherweise auch einen Radweg besitzt.
Die ca. 10 km ins Zentrum von Moers sind relativ gut zu fahren: meist auf Radwegen entlang von Straßen. Der Verkehr hält sich in Grenzen. Wir folgen der recht guten Ausschilderung des NRW-Radverkehrsnetzes.
Die letzten Kilometer bis ins Zentrum geht es auf einem Weg ohne Autoverkehr. Eigentlich ganz schön, aber wir müssen unzählige Drängelgitter passieren, wenn Strassen gekreuzt werden müssen. Teilweise alle 50 Meter. Das macht keinen Spaß!

Im Zentrum unternehmen wir einen kleinen Bummel durch die Altstadt mit Marktplatz und Grafenschloss. Dabei suchen wir nach einer Möglichkeit für eine kleine Stärkung.


Das Moerser Grafenschloss
 

Es gibt hier jede Menge Bistro-Cafes. Wenn jemand wie wir Konditorei-Cafes für leckeren Kuchen sucht, wird es aber schwierig. Wir lassen uns bei Extrablatt am Altmarkt draußen unter einem Sonnenschirm nieder. Extrablatt ist zwar auch eher ein Bistro, aber es gibt immerhin Kuchen. Leider sitzt man draußen an den kleinen Tischen mit wenig Zwischenraum eher eng.


Der Altmarkt im Herzen der Moerser Altstadt
 

Später entdecken wir hinter dem Schloss im Park noch ein Restaurant mit schönem Garten, wo es auch Kuchen gegeben hätte. Schade. Hier wäre es auch wesentlich ruhiger gewesen, weil sich anscheinend kaum jemand hierhin verirrt.
 


Ältestes Haus in Moers am Neumarkt (15. Jahrhundert)
 

Von Moers (Altstadt) nach Repelen

Nach der Stärkung geht es weiter zu unserem Hotel im Norden von Moers im Stadtteil Repelen. Auch hierbei folgen wir der Ausschilderung des NRW-Radrouten-Netzes. Auf gut ausgebauten Radwegen gelangen wir nach Repelen.

Wohltuend hebt sich für uns der ruhige, ländlich-dörfliche Charakter von Repelen von quirligen Treiben in der Moerser Altstadt ab.

Unser Hotel (Wellings Hotel zur Linde) liegt schön im Herzen von Repelen in der Nähe eines Parks. Unserer Fahrräder dürfen wir in der Tiefgarage des Hotels abstellen.
 


Wellings Hotel zur Linde
 

Unser Zimmer liegt im Erdgeschoss und hat sogar eine kleine Terrasse mit Tisch und Stühlen.
Um 19 Uhr gehen wir im Hotel essen. Wir bekommen einen schönen Tisch im "Kuhstall".


Der "Kuhstall" im Hotel zur Linde
 

Alles ist total lecker, besonders die Jakobs-Muscheln mit Gemüse-Risotto und Orangen-Spargel sind der Knaller!

Nach dem Essen beschließen wir den Abend mit einem kurzen Verdauungsspaziergang. Wir gehen allerdings nur bis zur nächsten Straßenkreuzung. Viel zu sehen gibt es nicht.

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