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Sonntag, 11.5.2008:  Moers -- Düsseldorf (ca. 50 km)

Frühstück im Freien

Heute morgen gibt es zunächst ein tolles  Frühstücksbuffet im Hotel, besser gesagt draussen im schönen, ländlichen Restaurant-Garten, urig gestaltet. Es ist 8.15 Uhr und wir haben noch die freie Tisch-Auswahl. Wir suchen uns einen Platz im Schatten. Die Luft ist zwar kühl, aber die Sonne scheint schon wieder von einem strahlend blauen Himmel.


Schöner Restaurant-Garten im Hotel zur Linde
 

Von Repelen zum Rhein

Um ca. 10.30 Uhr starten wir die zweite Etappe. Heute wollen wir einfach den Rhein raufradeln, um nach Düsseldorf zurückzukommen. Zuerst müssen wir allerdings zum Rhein gelangen. Laut Karte gibt es eine Strecke von Repelen nach Osten, die bei der A42-Rheinbrücke auf den Rhein stößt.

Dazu geht es kreuz und quer durch Repelen und anschließend durch ein Industriegebiet im Osten von Repelen. Dank GPS-Unterstützung treffen wir an der gewünschten Stelle auf den Rhein. Hier gibt es einen schönen, breiten und ordentlich asphaltieren Radweg.


Der Rheinradweg bei Duisburg-Baerl
 

Nach Krefeld Uerdingen

Nach der komplizierten Anfahrt bis zum Rhein hoffen wir jetzt auf eine entspannte Fahrt im Grünen. Die Freude währt allerdings nur kurz, weil sich der Weg plötzlich erheblich verschlechtert: ein schmaler, holpriger Trampelpfad. Bequemer kommt man wahrscheinlich vorwärts, wenn man über die zwei Kilometer besser auf der quasi parallel verlaufenden Landstraße fährt. Leider scheint es hier jedoch keinen Radweg zu geben (soweit wir das sehen konnten).

Später geht es auf dem Damm weiter, allerdings bleibt es auf kaputtem Asphalt eher holprig. Außerdem findet man immer wieder quer über den Weg verteilten Müll -- anscheinend von den Grillfeiern der Vortage. Kein schöner Anblick!

Erst vor der Friedrich-Ebert-Brücke wird es besser. Aber unmittelbar vor der Brücke gibt es dann die nächste böse Überraschung: Der  Weg endet unverrichter Dinge. Es gibt nur eine steile Treppe runter in den Ort oder einen ebenfalls steilen Weg rauf auf die stark befahrene Brücke (für die, die auf die andere Rheinseite wollen?). Aber nirgendwo gibt es ein Schild.

Der in der Karte eingezeichnete Weg geht einfach "geradeaus" und da uns die Treppe wenig symphatisch ist, schieben wir unsere Räder rauf auf die Brücke und überqueren oben vorsichtig die Straße. Wir fahren weiter auf der Straße über eine Brücke die parallel zum Rhein über ein Hafenbecken führt. Auch hier nirgendwo eine Beschilderung!

Wir lassen uns die Brücke runter in ein Wohngebiet rollen und finden einen Weg zwischen den Häusern runter zum Ufer, wo wir wieder auf den nun ausgeschilderten Radweg stoßen. Anscheinend führt der offizielle Weg inzwischen unten um das Hafenbecken herum. Ob man dafür tatsächlich vor der Brücke die Treppe nehmen muss, oder ob wir irgendwo einen Abzweig vorher verpasst haben, bleibt unklar.

Immerhin führt der Radweg jetzt schön direkt am Wasser entlang. Außerdem können wir hinter der Friedrich-Ebert-Brücke einen Blick auf die Ruhrmündung auf der anderen Rheinseite werfen, wo wir gestern langgekommen sind.


Blick auf die Ruhrmündung von der linken Rheinseite aus
 

Weiter geht es am Rheinufer entlang eines Industriegebiets. Wenigstens sind die Wege halbwegs breit und befestigt. Der Untergrund wechselt: teils Backsteine, teils Verbundpflaster.


Der Rheinradweg bei Essenberg
 

Hinter der A40-Brücke (die wir gestern überquert haben) entfernt sich der Weg vom Ufer und führt erst einmal auf Straßen fast ohne Autoverkehr durchs Hinterland.

Vor Rheinhausen machen wir Rast im "Alten Fährhaus", das direkt an der Strecke liegt und einen kleinen Biergarten hat.


Altes Fährhaus
 

Kaum sind wir weitergefahren, gibt es den nächsten Ärger. Die große Kreuzung vor der nächsten Rheinbrücke ("Brücke der Solidarität ") wird anscheinend gerade umgebaut. Gegenüber befindet sich eine Straße parallel zum Rhein im Bau. Die Beschilderung hat sich mal wieder in Luft aufgelöst. Wehmütig denken wir an die liebevoll ausgeschilderte Umleitung in Mühlheim.

Da die Straße gegenüber fast fertig zu sein scheint, fahren wir hier erst mal weiter. Wir genießen den Komfort des neuen Asphalts vollkommen ohne Autoverkehr. So könnte es eigentlich noch ein Stück weitergehen. Hinter der Eisenbahnbrücke über den Rhein ist aber Schluss: Die Straße führt eine Brückenrampe rauf, aber schon von weitem ist zu erkennen, dass die Brücke noch nicht fertig ist. Also wieder ein Stück zurück. Jetzt sehen wir, dass im Bauzaun an der Straße an einer Stelle eine Lücke ist. Dahinter stoßen wir dann endlich wieder auf den offiziellen Radweg. "Erlebnisradweg" Rheinschiene ...

Die nächsten Kilometer geht es dann allerdings weniger schön kreuz und quer durch Rheinhausen und anschließend für etliche Kilometer schnurgeradeaus durch ein Gewerbegebiet.

Erst bei Friemersheim wird es für wenige Kilometer landschaftlich wieder sehr hübsch. Man kann zwar den Rhein nicht sehen, aber die Rheinauen sind sehr idyllisch. Hübsch ist auch die alte Kirche in Friemersheim mit einem schattigen Platz davor. Dies lädt geradezu zu einer Rast ein. Außerdem gibt es am Rande des Platzes noch einen Biergarten. Da wir aber schon im "Fährhaus" Rast gemacht haben, fahren wir nun weiter.


Der Rheinradweg bei Friemersheim
 

Zuerst geht es noch auf dem Damm weiter. Die letzten Kilometer bis Uerdingen führt der Weg durch das Hafen-/Fabrikgebiet. Das ist nicht sehr erbaulich. Immerhin gibt es einen -- wenn auch schmalen -- Radweg.
In Uerdingen schieben wir zunächst durch die Fußgängerzone bis zum Marktplatz. Dort lassen wir uns vor dem Cafe am Markt nieder.


Das Markt-Cafe am Marktplatz in Krefeld-Uerdingen
 

Hier ist es schön ruhig und entspannt. Und die Kuchentheke des Konditorei-Cafes lässt alle Schleckermaul-Herzen höher schlagen.


Blick auf das Hafen-/Industriegebiet in Krefeld-Uerdingen
 

Abstecher zum Flachsmarkt in Krefeld Linn

Beim Verlassen von Uerdingen beschliessen wir dann noch spontan einen Abstecher zur Burg Linn zum so genannten Flachsmarkt zu machen. Dabei handelt es sich um einen mittelalterlich angehauchten Handwerker-Markt (über 300 Stände).

Der Abstecher beträgt ca. 3 Kilometer zunächst auf einem Radweg entlang einer Straße, dann durch eine Art Park. Wir gelangen zunächst in die mittelalterliche kleine Altstadt von Linn, wo schon eine Menge los ist. Der Flachsmarkt ist so weitläufig, dass auch die Seitenstraßen der Altstadt zur Burg hin gesperrt sind.


Burg Linn
 

Der Eintritt beträgt 6 Euro. Über die Vielzahl der Stände in der Burg und um die Burg herum sind wir überrascht. Allerdings ist es an diesem sonnigen Pfingssonntag auch rappelvoll und teilweise können wir uns in der Menschenmasse nur langsam weiter vorschieben.


Auf dem Flachsmarkt in Krefeld Linn
 

Nach unserem Rundgang geht es über einen mäßig ausgeschilderten Weg vorbei an Gellep-Stratum weiter in Richtung Rhein. Vorteil: Wir müssen nicht am Hafengebiet südlich von Uerdingen vorbei. Allerdings ist der Weg auch nicht so doll: Teilweise nur ein holpriger Trampelpfad , dann wieder auf Straßen ohne Radweg.
 

Auf dem Rheinradweg zum Nordpark

Vor Nierst stoßen wir dann endlich wieder auf den Rheinradweg. Auch hier kriegen wir nicht viel vom Rhein zu sehen, aber immerhin ist es hier wieder eher ländlich und idyllisch.

Auf den Rhein treffen wir erst wieder an der Fähre von Langst-Kirst nach Kaiserswerth. Wir müssen gar nicht warten und können uns vom Radweg direkt auf die Fähre rollen lassen.


Die Rheinfähre bei Kaiserswerth
 

Von Kaiserswerth aus geht es weiter auf dem Rheinradweg bis zum Nordpark. Dies ist im Grunde das schönste Stück Rheinradweg, dass wir heute gesehen haben.

Im Nordpark machen wir dann noch einmal eine kurze Rast im dortigen Cafe für eine kleine Abkühlung und lassen dort unsere Wochenend-Radtour ausklingen. Von dort geht es dann auf unserer Standardstrecke wieder nach Hause.

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