Weser-Radtour -- von Hann. Münden nach Bremen (26.5. - 3.6.2007)
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Den Weser-Radweg hatte ich 1999 bereits kennengelernt. Damals ging es allerdings eher zünftig zu (Übernachtung im Zelt, sportliche Etappenplanung). Beim "Update" 8 Jahre später dürfte es komfortabler sein (Hotels, Gepäcktransport). Dafür blieb dann auch mehr Zeit für Land und Leute.

Dies waren die Etappen:

Hann. Münden -- Würgassen (ca. 45 km)
Würgassen -- Bodenwerder (ca. 62 km)
Bodenwerder -- Rinteln (ca. 55 km)
Rinteln -- Minden (ca. 41 km)
Minden -- Nienburg (ca. 65 km)
Nienburg -- Verden (ca. 54 km)
Verden -- Bremen (ca. 55 km)
 

Fazit

Rund 380 km entspanntes Radeln auf meist sehr guten Radwegen mit nicht einheitlicher aber insgesamt verlässlicher Beschilderung. Hübsche Orte wie Rinteln und Nienburg, die meist ohne viel Autoverkehr erreichbar sind.


Weser-Radweg: Meist gute Oberflächenqualität

Die Orte -- selbst Bodenwerder und Holzminden -- gefallen mir durchweg alle besser als 1999. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich allgemein aber auch in den letzten Jahren etwas getan hat. Genau wie auch bei den Radwegen, wo viele Lücken inzwischen geschlossen wurden, auch wenn es noch den einen oder anderen kurzen Abschnitt auf Landstraßen gibt. (Der von uns verwendete Bikeline-Radwanderführer von 2006 weist mehr Radweg-Lücken auf als es tatsächlich noch gibt.)

Toll ist, dass die Radwege meist eine so gute Qualität haben, dass sie auch bei Regenwetter noch gut befahrbar sind. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass die Qualität der Wege in der Südhälfte besser ist als in der Nordhälfte, wo der Asphalt manchmal doch etwas holprig ist oder man hat mit "historischem" Kopfsteinpflaster zu kämpfen.

Schön ist auch, dass man als Radler den Eindruck hat, willkommen zu sein. Es gibt viele Rastplätze und Schutzhäuschen am Wegesrand und viele Schilder weisen auf Einkehr- oder Übernachtungsmöglichkeiten hin. Der Knaller war in dieser Hinsicht das Schild am Restaurant von Schloss Bevern, dass nassgeregnete Radler herzlich willkommen sind!


Schloss Bevern: Freundliche Begrüßung (auch) für nasse Radler!
 

Hier sind wir gerne eingekehrt:
 


Höxter: Terrasse von Cafe Pammel
Hinweise zu Streckenalternativen im Vergleich zu 1999:
 
Von Bevern aus nehmen wir den Weg über die Landstraße in Richtung Norden nach Forst, um wieder auf den Weser-Radweg zu gelangen. Die 3 km über die nicht allzu stark befahrene Landstraße sind zwar nicht ganz toll. Aber auf diese Weise haben wir uns die mehrere Kilometer lange, unbefestige Strecke entlang der Weser gespart.
Hinweis zum Schloss Bevern: Das Schloss im Stil der Weser-Renaissance ist reichlich verziert, aber leider nicht mehr im besten Zustand. Von außen sieht das Schloss aber noch viel besser aus als von innen! Das Schloss blickt leider auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurück und von der ursprünglichen Inneneinrichtung ist nichts mehr übrig. Die Führung ist sehr lehrreich und man erfährt für 2 Euro im einer Stunde einiges von der engagierten Führerin über die Geschichte des Schlosses und die seines Erbauers. Wer aber ein herausgeputzes Schloss mit prächtiger Inneneinrichtung erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein.
Die Alternativroute führt über eine hübsche ländliche Strecke in einem leichten Auf und Ab. Erst als wir zur Weser kommen gibt es noch einmal eine etwas stärkere Steigung mit anschließendem Gefälle. Insgesamt ist das aber bestimmt harmlos gegenüber der Strecke über Uffeln. Bei der A2-Brücke gelangen wir wieder an die Weser.
Ganz optimal ist die Alternativroute allerdings auch nicht, denn die Wege sind hier zwar meist asphaltiert, aber in eher schlechtem Zustand und recht holprig. Außerdem gibt es hinter Drakenburg ca. 3 km Landstraße zu bewältigen. Der Verkehr hält sich aber in Grenzen und auf der gut asphaltierten Straße kommen wir schnell vorwärts. Bei Balge treffen wir dann wieder auf die Hauptroute.
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Lob und Tadel an den Verfasser